Unsere Positionen
Vier Grundsätze leiten unsere Arbeit. Sie sind kein Programm gegen die Entwicklung von Naters – sie sind die Bedingungen dafür, dass diese Entwicklung dem Dorf dient.
Transparente Verfahren
Wer in Naters baut, baut im Dorf von uns allen. Darum fordern wir, dass Planungen und Baubewilligungsverfahren früh, verständlich und vollständig kommuniziert werden:
- Öffentliche Auflagen sollen aktiv bekannt gemacht werden – nicht nur im Amtsblatt.
- Pläne und Unterlagen sollen online einsehbar sein.
- Die Bevölkerung soll mitwirken können, bevor die Entscheide gefallen sind.
Massvolle Verdichtung
Verdichtetes Bauen ist richtig – es schont Boden und Landschaft. Aber Verdichtung hat einen Massstab: das Dorf, nicht die maximale Ausnützungsziffer.
- Neubauten sollen sich in Höhe, Dichte und Volumen am Quartier orientieren.
- Grünräume, Sichtachsen und Durchlüftung sind zu erhalten.
- Die Infrastruktur – Schulen, Strassen, Parkierung – muss mit dem Wachstum Schritt halten.
Demokratische Legitimation
Ein Papier, das nie an einer Urversammlung oder an der Urne beschlossen wurde, darf nicht durch die Hintertür zu verbindlichem Recht werden – auch nicht über Ausnahmebewilligungen «nach Masterplan».
- Was faktisch gilt, gehört in demokratisch legitimierte Instrumente: Bauordnung, Zonen- und Quartierpläne.
- Diese Instrumente sind anfechtbar und abstimmbar – der Masterplan ist es nicht.
- Bis zur Klärung durch den Kanton erwarten wir ein Moratorium für masterplanbegründete Abweichungen vom Bau- und Zonenreglement.
Ortsbild und Baukultur
Das Ortsbild von Naters – vom alten Dorfkern mit seinen Speichern bis zu den Terrassen am Hang – ist über Jahrhunderte gewachsen. Es verdient Respekt.
- Der historische Dorfkern ist zu schützen und lebendig zu halten.
- Neues Bauen soll Qualität haben: gute Architektur, gute Materialien, gute Aussenräume.
- Das lokale Gewerbe soll bei Vergaben faire Chancen erhalten.
Fragen zu unseren Positionen? Schreib uns – wir diskutieren gerne.